Bei Eisberg denken wir Kreislaufwirtschaft vom Feld bis zur Verpackung. Denn verantwortungsvoller Umgang mit Lebensmitteln beginnt für uns beim respektvollen Einsatz des Rohstoffs – und endet nicht bei der Produktion. Als Teil der Bell Food Group verfolgen wir ein klares Ziel: Unsere betriebsbedingten Lebensmittelverluste sollen bis Ende 2026 auf unter 1 % sinken. Grundlage dafür ist ein systematischer Ansatz entlang der gesamten Wertschöpfungskette, von der Planung über die Produktion bis zur sinnvollen Verwertung von Reststoffen.

Vermeiden: Präzise Planung und moderne Technik

Der größte Hebel liegt für uns in der Reduktion von Produktionsüberschüssen. Mit unserem Verbesserungssystem „Top Excellence“ (TopX) optimieren wir fortlaufend die Bedarfsplanung und verringern die Differenz zwischen bestellter und produzierter Menge – eine Herausforderung, da wir viele frische Produkte bereits vor Bestelleingang herstellen, um kurze Lieferzeiten sicherzustellen. Das Resultat sind weniger Überproduktionen, eine höhere ERP-Transparenz und deutliche jährliche Kosteneinsparungen.

Retten: Kooperation mit sozialen Organisationen

Wo trotz optimierter Planung Überschüsse entstehen, setzen wir auf Lebensmittelrettung statt Entsorgung. In der Schweiz haben wir 2025 über 6.800 kg Produkte an Organisationen wie Tischlein deck dich oder die Schweizer Tafel weitergegeben. In Österreich wurden zusätzlich rund 48.000 kg Fertigprodukte an Sozialmärkte sowie an unsere Mitarbeitenden verteilt. So leisten wir einen Beitrag zur Versorgung vor Ort und stellen sicher, dass gute Lebensmittel dort ankommen, wo sie benötigt werden. Gleichzeitig sprechen die Zahlen für sich: Die betriebsbedingten Lebensmittelverluste in der Eisberg Gruppe lagen 2025 bei lediglich 0,33 %.

Verwerten: Reststoffe im Kreislauf halten

Lassen sich Lebensmittelüberschüsse nicht vermeiden oder spenden, führen wir verbleibende Reststoffe einer sinnvollen Verwertung zu. In der Deutschschweiz betreiben wir eine eigene Biogasanlage, die aus Rüstabfällen über ein Blockheizkraftwerk Wärme und Strom erzeugt – für den Standort Dällikon oder zur Einspeisung ins Netz. In der Westschweiz arbeiten wir mit spezialisierten externen Partnern zusammen. In Österreich wurden 2025 über 97 Tonnen Altspeiseöl gesammelt und zu Biodiesel weiterverarbeitet; von 2022 bis 2025 haben wir so insgesamt knapp 450 Tonnen Altspeiseöl in den Kreislauf zurückgeführt.

Partnerschaft in der Lieferkette: Mehr Wertschätzung für die Ernte

Um die Ernte bestmöglich zu nutzen, arbeiten wir eng mit unseren Lieferanten und Kunden zusammen. Ein etabliertes Instrument sind unsere Toleranzblätter für Salate und Gemüse, die seit rund zwei Jahrzehnten im Einsatz sind. Sie definieren klare Toleranzbereiche und ermöglichen die Abnahme von Naturprodukten, die optisch leicht von der Norm abweichen – und tragen so dazu bei, dass wertvolle Rohware nicht auf dem Feld bleibt.

Für uns ist klar: Food Waste kann auf jeder Stufe reduziert werden. Wir übernehmen Verantwortung für unseren Teil, indem wir Prozesse digitalisieren, Mitarbeitende von Anfang an schulen und technische Innovationen zur Verlängerung der Haltbarkeit vorantreiben. So wird aus vielen einzelnen Maßnahmen ein wirksamer Beitrag zu echter Kreislaufwirtschaft.