Mehr als vorgeschrieben: Wie wir Sicherheit in Österreich und der Schweiz leben
Bei Eisberg ist klar: Gesetzliche Vorgaben sind für uns nicht das Ziel, sondern die Grundlage. Denn auch wenn sich die Anforderungen an Arbeitssicherheit in Österreich und der Schweiz teilweise unterscheiden, bleibt unser Anspruch an beiden Standorten derselbe: Wir wollen Risiken frühzeitig erkennen, Verantwortung übernehmen und Sicherheit nachhaltig im Arbeitsalltag verankern. Sicherheit entsteht nicht durch unterschiedliche Gesetzbücher. Sie entsteht durch Menschen, die hinschauen, mitdenken und im entscheidenden Moment richtig handeln.
Erste Hilfe: schnell vor Ort, wenn es darauf ankommt
Ein Notfall kündigt sich nicht an. Deshalb ist es entscheidend, dass kompetente Hilfe jederzeit rasch verfügbar ist – auch im Schichtbetrieb, während Urlaubszeiten oder in unterschiedlichen Arbeitsbereichen. In Österreich sind 40 betriebliche Ersthelferinnen und Ersthelfer vorgeschrieben. Bei Eisberg wurden in den vergangenen sieben Jahren bereits 45 Kolleginnen und Kollegen entsprechend ausgebildet. Weitere 12 Ersthelferinnen und Ersthelfer befinden sich gerade in Ausbildung. In der Schweiz sorgen insgesamt 60 ausgebildete Ersthelferinnen und Ersthelfer dafür, dass im Notfall Unterstützung zur Stelle ist.
Unser Anspruch ist in beiden Ländern derselbe: Erste Hilfe soll nicht nur formal organisiert sein, sondern im entscheidenden Moment funktionieren.
Praxiswissen, das den Unterschied macht
Sicherheit braucht Regeln – aber auch Menschen, die wissen, wie sie in realen Situationen handeln müssen. Iris, unsere Kollegin aus der HR in Österreich, ist aktive Rettungssanitäterin und Erste-Hilfe-Trainerin beim Österreichischen Roten Kreuz. Sie leitet uns in den regelmäßigen Auffrischungskursen dazu an, unsere Basics zu vertiefen und durch Üben Sicherheit zu erlangen. Ihr Praxiswissen bringt wichtige Erfahrungen aus dem Rettungsdienst direkt in unseren Arbeitsalltag.
„Für mich als HR-Mitarbeiterin ist es wichtig, dass wir als Dienstgeberin nicht nur Gesetze abhaken, sondern auch gut darauf vorbereitet sind, im Ernstfall richtig zu handeln. Als Rettungssanitäterin ermutige ich alle Menschen, sich zu trauen und Einsatz zu zeigen. Es ist oft die Nähe der Menschen, die sich umeinander annehmen, schon eine grandiose Unterstützung für die Betroffenen. Und als Erste-Hilfe-Trainerin kann ich nur sagen: Theorie ist gut, den Unterschied macht aber die Praxis und das Gespür für den Moment aus.“
Auch in der Schweiz setzen wir auf geschulte Mitarbeitende, klare Abläufe und praxisnahe Instruktionen. Dabei arbeiten wir mit SIRMED, dem Schweizer Institut für Rettungsmedizin, zusammen. So fliesst aktuelles Wissen aus der Praxis direkt in unsere Schulungen ein.
Unabhängig vom Standort gilt: Theorie schafft die Grundlage. Übung, Erfahrung und das richtige Gespür machen im Ernstfall den Unterschied.
Klare Zuständigkeiten schaffen Vertrauen
Sicherheit funktioniert dann besonders gut, wenn Zuständigkeiten klar geregelt sind und Mitarbeitende wissen, an wen sie sich wenden können. In Österreich sind vier Sicherheitsvertrauenspersonen gesetzlich gefordert. Bei Eisberg sind bereits sieben Personen im Einsatz, eine weitere befindet sich derzeit in Ausbildung. Sie unterstützen dabei, Gefährdungen frühzeitig zu erkennen, Verbesserungen anzustossen und Sicherheitswissen im Team zu verankern. In der Schweiz übernehmen Ansprechpersonen für Arbeitssicherheit – kurz KOPAS – vergleichbare Aufgaben. Sie achten auf mögliche Gefährdungen, begleiten die Umsetzung von Massnahmen und stehen den Mitarbeitenden als Ansprechpartner und Ansprechpartnerinnen zur Verfügung.
Ob Sicherheitsvertrauenspersonen in Österreich oder Ansprechpersonen für Arbeitssicherheit in der Schweiz: Entscheidend ist, dass Sicherheit konkrete Ansprechpersonen hat und nicht nur auf dem Papier existiert.
Strahlenschutz: Risiken erkennen und Kontrolle übernehmen
Beim Umgang mit Anlagen und Tätigkeiten, die mit Strahlung verbunden sind, braucht es Fachwissen, klare Verantwortlichkeiten und regelmässige Kontrollen. In Österreich sind zwei Strahlenschutzbeauftragte vorgeschrieben. Bei Eisberg Österreich sind drei Personen mit dieser Verantwortung betraut. Sie beurteilen mögliche Risiken, definieren geeignete Schutzmassnahmen und prüfen die einwandfreie Funktionsweise der Röntgengeräte. In der Schweiz werden die Verantwortlichkeiten für den Strahlenschutz entsprechend den eingesetzten Anlagen, den jeweiligen Tätigkeiten und den gesetzlichen Anforderungen organisiert.
Unser Ziel ist überall gleich: Strahlenschutz soll aktiv gelebt, regelmässig überprüft und kontinuierlich weiterentwickelt werden.
Brandschutz beginnt vor dem Alarm
Guter Brandschutz beginnt nicht erst, wenn ein Alarm ausgelöst wird. Er beginnt mit Vorbereitung, Aufmerksamkeit und dem Wissen, was im Ernstfall zu tun ist. In Österreich verfügen wir über die vorgeschriebenen zwei Brandschutzbeauftragten. Zusätzlich sind 13 Brandwarte im Einsatz. Sie kontrollieren unter anderem Fluchtwege und unterstützen im Fall einer Evakuierung. Auch in der Schweiz setzen wir auf klare Zuständigkeiten, geschulte Mitarbeitende, regelmässige Instruktionen und Übungen sowie definierte Notfallabläufe. So schaffen wir die Voraussetzungen dafür, dass im Ernstfall alle Beteiligten schnell und richtig handeln können.
Technische Sicherheit und Umweltschutz im Alltag
Sicherheit endet für uns nicht beim Arbeitsschutz oder bei der Notfallorganisation. Auch der zuverlässige Betrieb technischer Anlagen und ein verantwortungsvoller Umgang mit Umweltressourcen gehören dazu – in Österreich genauso wie in der Schweiz.
Geschulte Mitarbeitende übernehmen unter anderem Verantwortung für:
- Abwasser- und Kläranlagentechnik
- Sprinkler- und Brandmeldeanlagen
- Aufzüge
- Energie- und Versorgungstechnik
- barrierefreie Infrastruktur
- regelmässige Prüfungen und Wartungsprozesse.
In Österreich sind beispielsweise sechs Kläranlagenwarte sowie drei Sprinkler- und Liftwarte im Einsatz. Auch Barrierefreiheitsbeauftragte tragen dazu bei, dass unsere Infrastruktur sicher und zugänglich bleibt. In der Schweiz setzen wir ebenfalls auf standortbezogene Fachverantwortung sowie dokumentierte Prüf- und Wartungsabläufe. Denn technische Sicherheit und Umweltschutz entstehen nicht allein durch Vorschriften, sondern durch Menschen, die Anlagen aufmerksam überwachen, Abweichungen ernst nehmen und Verbesserungen konsequent umsetzen.
Unser Anspruch: Verantwortung, die über Mindestanforderungen hinausgeht
Ob Erste Hilfe, Brandschutz, Strahlenschutz, Arbeitssicherheit oder technische Anlagen: Die gesetzlichen Rahmenbedingungen mögen sich in Österreich und der Schweiz unterscheiden. Unser Anspruch bleibt derselbe. Wir wollen nicht nur Mindestanforderungen erfüllen. Wir wollen Verantwortung übernehmen, Risiken vorausschauend erkennen und Sicherheit im Arbeitsalltag verlässlich leben.
Mehr Fachwissen, zusätzliche Verantwortlichkeiten und eine bessere Verfügbarkeit von Unterstützung machen dabei den wichtigen Unterschied. Denn Sicherheit ist keine einmalige Massnahme, sondern eine gemeinsame Aufgabe – Tag für Tag und an jedem Standort.




